Neuigkeiten im Glyphosat-Streit – Rechtsanwalt soll Streit schlichten

Das Herbizid Roundup wird oft in der Landwirtschaft verwendet. Der Wirkstoff Glyphosat soll krebserrengend sein.
Nach dem Kauf von Monsanto kämpft Bayer in unzähligen Glyphosat-Gerichtsverfahren um seine Zukunft.

In Kalifornien hat ein Richter in mehreren laufenden Glyphosat-Gerichtsverfahren den US-amerikanischen Rechtsanwalt Kenneth Feinberg damit beauftragt, Kläger und Bayer, die Muttergesellschaft des Herbizid-Herstellers Monsanto, an einen Tisch zu setzen. Der Richter will so den Streit um das Glyphosat-Mittel Roundup prozessökonomisch beilegen. So könnte vermieden werden, alle Rechtsstreitigkeiten einzeln vor Gericht zu verhandeln. Bei insgesamt mittlerweile mehr als 13.000 Verfahren nicht nur verständlich, sondern auch sinnvoll.

Feinberg hat umfangreiche Erfahrung in dem Vorsitz von solchen Schlichtungsverfahren. Er war unter anderem in den VW-Prozessen,

Der soll Bayer überzeugen, im Glyphosat-Streit zu zahlen. Schon in den VW-Prozessen sowie beim Öl-Desaster Deepwater Horizon trat er als Mediator auf. Meistens geht es in solchen Schlichtungsverfahren darum, einen Opferfonds zu erreichten, bei dem der Vorsitzende des Verfahrens den Verteilungsschlüssel mit den Parteien festlegt und die Verteilung der Gelder überwacht.

Solche Mediationsverfahren sind sinnvoll. Insbesondere wird durch die Errichtung eines solchen Opferfonds die Regulierung für den Schädiger kalkulierbar. Ob es allerdings im Glyphosat-Streit zu einem Opfer-Fonds kommt, ist derzeit noch unklar. Bayer hofft derzeit noch, die laufenden Berufungsverfahren zu gewinnen, während die Kläger aufgrund der bisherigen Verfahrensverläufe der bereits erstinstanzlich entschiedenen Klagen davon ausgehen, erhebliche Schadensersatzzahlungen erhalten zu können, welche weit über mögliche Zahlungen aus einem Opferfonds liegen.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, damit wir gemeinsam ausloten können, ob die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen in den USA für Sie sinnvoll ist.

Rechtsanwalt Salvatore Barba, München

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